Absinthgeschichte

Die Entstehung des Absinths

Der Absinthe ist ein alkoholisches Getränk welches in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstand.
Absinth ist in der heutigen schweizer Stadt Neuchátel, damals noch Neuenburg, entstanden.
Der Name Absinth stammt aus dem Französischen und bedeutet soviel wie Wermut.
Von wem das ursprüngliche Rezept des Absinths stammt ist unklar.
Der französische Arzt Dr. Pierre Ordinaire soll zum ersten Mal das Rezept des Absinths für seine Patienten zum desinfizieren benutzt haben.
Als er verstarb gelangte dieses Rezept plötzlich zur französischen Familie Henriod, die es an zahlreiche Apotheken weiter verkauften.
Aus anderen Quellen heisst es allerdings das jemand in der Familie Henriod schon lange das Rezept des Absinths weitergegeben hätte und es ursprünglich zum Heilen von Leuten benutzt hätte.
Wie dem auch sei es bleibt weiter zu klären.
Heute dient Absinth fasst ausschliesslich zum trinken.
Es schmeckt sehr bitter und schlägt sofort ein. Nur wenige Ärzte oder Menschen benutzen es noh zum Heilen oder Reinigen von Wunden.

Das Verbot von Absinth

Das alkoholische Getränk wurde erstmals 1923 in fast allen westlichen Staaten verboten. Da der Inhaltssoff des Wermutextrakts Thujon enthalten ist, ihm wird eine bewusstseinstörende Wirkung nachgesagt, welche dem THC des Cannabis ähneln soll. Vor allem zur Zeit des ersten Weltkrieges wurde Absinth sehr stark konsumiert, was einer des Hauptgründe für das Verbot des Getränks waren. Zur Zeit des Verbots ging ein riesen Aufschrei durch ide Bevölkerung, die Menschen waren entsetzt über die Entscheidung der Regierung. 1981 trat zwar das Absinth-Gesetz außer Kraft, jedoch waren das Wermutöl und Thujon noch immer verboten. Dies führte dazu das Absinth zu dieser Zeit nur in den Ländern Spanien, Portugal und Dänemark konsumiert werden konnte. Erst im Jahre 1991 durch die neuen Vereinigungsrechte des Europarates wurde das Wermutgetränk wieder legalisiert.
Laut der Aromenverordnung ist Thujon zwar noch immer verboten, die Verarbeitung thujonhaltiger Pflanzen ist mittlerweile jedoch wieder erlaubt.
So wird auch bezweifelt, ob die Gefahr des Absinth zu seiner Zeit nicht etwas zu sehr dramatisiert worden ist. Da unmenschliche Mengen dieses Getränks zu sich genommen werden müssten, um Schädigungen im Körper hervorzurufen. So gehen die Wissenschaftler mittlerweile davon aus, dass die körperlichen Nebenwirkungen eher durch den schlecht gebrannten und gepanschten Alkohol hervorgerufen wurden, als von den Inhaltsstoffen des Absinth.

Die Legalisierung von Absinth

Um den Absinth ranken sich viele Legenden. Viele Menschen glaubten und glauben auch noch heute, an die berauschende Wirkung des Inhaltsstoffes „Thujon“.
Thujon ist in mehreren ätherischen Pflanzenölen (Wermut, Thymian, Thuja) enthalten und wirkt in geringen Mengen psychoaktiv. Die in Absinth enthaltenen Thujongehalte sind aber gering. Der in Absinth enthaltene Thujongehalt wurde auf maximal 35 mg je Liter begrenzt. Bevor eine berauschende Wirkung durch Thujon einsetzt, wirkt eher der Alkohol im Blut.
Absinth wurde gegen 1915 verboten, weil man glaubte, dass viele gesundheitliche Schäden auf Absinthgenuss beruhten. Der Auslöser für das endgültige Verbot war wahrscheinlich ein Mord, der 1905 geschah. Ein Weinbergarbeiter hatte im Alkoholrausch seine Frau und beide Töchter ermordet. Das Absinthverbot erfreute allerdings auch die Weinbauer. Denn Absinth war damals billiger als Wein.
Mit zunehmenden, wissenschaftlichen Erkenntnissen wurde klar, dass dem Thujon eine zu große Bedeutung zugeschrieben wurde. Die schädliche Wirkung von Absinth, auf die menschliche Gesundheit, beruhte früher auf einer schlechten Alkoholqualität und auf zu hohem Alkoholkonsum der Menschen.
Auf Grund dieser Erkenntnisse, wurde das Absinthverbot gegen 1998 in den meisten europäischen Staaten aufgehoben.

Absinth - ein Kultgetränk

Absinth, ein alkoholhaltiges Getränk, entstand ursprünglich in der Schweiz als Heilelixier und wurde später zum Aperitif weiterentwickelt. Mitte des 19. Jahrhunderts fand diese Spirituose in Frankreich große Beliebtheit.
Traditionell wird Absinth aus Wermut, Anis, verschiedenen Kräutern und 45 - 75 % Alkohol hergestellt, wobei durch zahlreiche Abwandlungen die unterschiedlichsten Sorten entstanden. Durch die typische hellgrüne Farbe, die durch das Chlorophyll der beigemischten Kräuter entsteht, wird Absinth oft als "grüne Fee" bezeichnet. Der bittere Geschmack dieser Spirituose entwickelt sich durch den Thujon-Anteil, der durch die Herstellung von Absinth aus den Blättern des Wermuts gewonnen wird.
Thujon - ein Nervengift - kann in höheren Dosen epileptische Krämpfe und Verwirrtheit hervorrufen. Damals stand Absinth durch den enthaltenen Thujon im Verdacht süchtig zu machen und schwere gesundheitliche Schäden nach sich zu ziehen. Somit wurde er 1915 in vielen europäischen Ländern verboten. 1998 wurde Absinth mit einem maximal Thujon-Anteil von 10 mg/kg wieder zugelassen. Ausnahmen gibt es bei Bitterspirituosen, hier gelten bis zu 35 mg/kg.
Untersuchungen ergaben, dass auftretende Schädigungen wohl eher am übermäßigen Alkoholgenuss liegen, es sei denn, man nehme extrem hohe Mengen ein.
Dennoch muss man sagen, dass Absinth euphorisierend und aphrodisierend wirken kann.

Absinth Trinkrituale

Absinth kann auf drei unterschiedliche Arten getrunken werden.
Traditionell unterscheidet man in Französische Art, Tschechische Art und Schweizer Art.
Trinkt man Absinth auf Französische Weise, so benötigt man ein Stück Zucker, das man auf einen Absinthlöffel legt. Dieser kommt auf den Rand des Absinthglases, welches natürlich mit Absinth gefüllt ist. Durch Darübergießen von kaltem Wasser löst sich der Zucker auf und fließt in das Glas. Wenn man mit dem Absinthlöffel gut umgerührt hat steht dem Trinken nichts mehr im Wege.
Einen Absinth auf Tschechische Art zu trinken ist ebenfalls sehr aufregend. Auch hier wird ein Absinthlöffel mit einem Zuckerstück auf den Rand des mit Absinth gefüllten Absinthglases gelegt. Nun träufelt man Absinth darüber und zündet das ganze an. Nachdem schließlich die Flamme erloschen ist, wird eiskaltes Wasser über den Zucker gegossen. Wieder rinnt der Zucker zusammen mit dem Wasser in das Glas. Nach gutem Umrühren ist auch dieser Absinth trinkfertig.
Die Schweizer Art verzichtet gänzlich auf Zucker oder Feuer. Hier wird nur eiskaltes Wasser in das Glas geträufelt, umgerührt, fertig.

Das tschechische Absinthritual

Das tschechische Absinthritual ist innerhalb von Deutschland weit verbreitet und wird teilweise auch das Feuerritual genannt. Benötigt wird dafür ein Absinthlöffel, Zuckerstückchen, ein Glas, Streichhölzer und Absinth. Der Löffel wird über das Glas gelegt und darauf ein oder mehrere Zuckerstückchen. Über den Würfelzucker wird der Absinth gegossen und ein Teil von Absinth wird vom Zucker aufgesaugt. Da der Absinth so viel Alkohol enthält, brennen die Zuckerstückchen. Sie werden also nach dem Übergießen mit den Streichhölzern angezündet. Der Zucker karamelisiert sich und wenn er vollständig geschmolzen ist, wird er gelöscht. Erst wenn der Zucker gelöscht ist sollte er in den Absinth gegeben werden, ansonsten kann dieser sich entzünden und der Alkohol verbrennt. Nach dem Zugeben des Zuckers wird der Absinth je nach Vorliebe mit Eiswasser zwischen dem Verhältnis 1:3 bis 1:6 gemischt. Das tschechische Absinthritual ist deshalb so beliebt, weil es den Geschmack aufbessert. Trotzdem schmeckt der Absinth nicht nur süß, nachdem der Zucker hinzu gegeben wurde und es sollte auch nicht auf das Mischen mit Eiswasser verzichtet werden. Dieses Ritual wurde in den 1990ger Jahren von tschechischen Absinthherstellern erfunden und bekommt daher seinen Namen.

Das französische Absinthritual

Es gibt viele verschieden Trinkrituale, so zum Beispiel das französische, tschechische oder schweizer Absinthritual.
Für das französische Absinthritual benötigt man vor allem einen Absinthlöffel. Damals im 19. Jahrhundert war dieser Löffel ein Accessoire der besonderen Art, weil er einem perforierten, also durchlöcherten, Tortenheber sehr ähnlich sah.
Zunächst kommt auf den Löffel ein Stück Würfelzucker. Das Ganze wird dann über das Glas mit dem Absinth gelegt. Nun träufelt man langsam kaltes Wasser über den Würfelzucker in das Glas, sodass sich der Zucker langsam auflöst und mit dem Wasser ins Glas rinnt, um sich dort mit dem Absinth zu vermischen.
Der Zucker war damals nötig, um dem Absinth seine Bitterkeit entziehen zu können, die er vom großen Wermutanteil hatte. Damals war dieser Anteil viel höher als heutzutage. Dieses Ritual benötigt also kein Feuer und schmeckt mit Zucker mindestens genauso gut und aufregend.